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Face-on: Fabian Silberer

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Florian Kappert am 14.06.2018

Fabian Silberer ist einer der Gründer und Geschäftsführer von sevDesk, einer Online-Buchhaltungssoftware für Selbstständige und Kleinunternehmer. Das junge IT-Unternehmen wurde ein Jahr nach seiner Gründung mit dem IT-Innovationspreis als „Best-of-Cloud 2014” ausgezeichnet.

„Hallo Fabian, wir freuen uns, dass wir dich als Interviewpartner für unsere Face-on-Reihe gewinnen konnten.“

1. „Stellen wir uns einen Jungunternehmer bzw. eine Jungunternehmerin mit einem Start-up vor. Warum ist es für ihn oder sie so wichtig, die Buchhaltung nicht schleifen zu lassen?“

Buchhaltung gehört zu den unbeliebten Aufgaben einer Existenzgründung. Gerade in Start-Ups wird das Thema häufig als notwendiges Übel empfunden, das gerne Mal nebenher und halbherzig erledigt wird.

Und ganz ehrlich: Ich kann das absolut nachvollziehen. Als ich mich 2013 zusammen mit meinem Mitgründer Marco dazu entschloss sevDesk ins Leben zu rufen, hatten wir anfangs mit unserer eigenen Buchhaltung ebenfalls unsere liebe Mühe. Dennoch wussten wir von Beginn an, um die Wichtigkeit dieser Thematik.

Was viele Jungunternehmer und -unternehmerinnen unterschätzen, sind die Gefahren, die dieses Verhalten mit sich bringt. Wer seiner Buchhaltung nicht die nötige Priorität einräumt, vernachlässigt automatisch seine Finanzen. Nicht von ungefähr sind Finanzierungsprobleme deshalb einer der häufigsten Gründe, die Startups scheitern lassen. Irgendwann geht einfach das Geld aus, ohne das man diese Entwicklung rechtzeitig erkennt und entgegenwirken kann.

Hinzu kommt die Problematik, dass Jungunternehmer und -unternehmerinnen, die ihre Buchhaltung schleifen lassen, häufiger Fehler machen. Mit welchen Folgen? Die Finanzämter sind bei fehlerhafter Buchhaltung gnadenlos und häufig kommt es zu Hinzuschätzungen, die höhere Steuerzahlungen zur Folge haben.

Mehr Geld wandert an den Fiskus. Die mangelhafte Buchhaltung erschwert dadurch das Wachstum des eigenen Unternehmens und führt im schlimmsten Fall zur Geschäftsaufgabe.

2. „Vielleicht noch nicht am Anfang, aber mit der Zeit bedeutet Buchhaltung einen enormen Arbeitsaufwand. Inwiefern stellt sevDesk da eine Entlastung dar?“

Unser Anspruch ist ganz klar die Buchhaltung von Selbstständigen und Freiberuflern zu vereinfachen. Konkret gelingt uns das durch Digitalisierung und Automatisierung. Der „enorme Arbeitsaufwand“ der Buchhaltung eigentlich ist, wird so deutlich reduziert. Kleine Unternehmen können damit Zeit und ferner auch Geld sparen.

3. „Viele Existenzgründer sind zunächst noch unerfahren in Sachen Buchhaltung. Wie viel Know-how braucht man, um sevDesk zu nutzen?“

Grundlegende Buchhaltungskenntnisse sollte man als Existenzgründer sicherlich immer haben. Schließlich trifft man in Teilen auf Grundlage der Buchhaltung wichtige Unternehmensentscheidungen. Um die eigene Buchhaltung erfolgreich zu meistern, benötigt man allerdings mehr als das. Buchhaltung braucht Expertise und genau diese liegt bei uns.

Tiefergehendes Know-how in Sachen Buchhaltung ist mit sevDesk somit nicht notwendig.

4. „Und wie viel IT-Know-how?“

Wir sind nicht nur Buchhaltungs-, sondern auch IT-Experten. Das Handling von sevDesk als Software ist intuitiv und einfach. Wer grundsätzlich mit seinem Smartphone und Laptop umgehen kann, wird mit sevDesk keine Schwierigkeiten haben.

Benutzerfreundlichkeit ist für uns das A und O.

5. „sevDesk ist eine Cloud-Anwendung. Welche Vorteile bietet es, die Buchhaltung online zu erledigen?“

Die Cloud-Software sevDesk ermöglicht die Buchhaltung zu jeder Zeit und von jedem Ort und macht zugleich umständliche Software-Installationen hinfällig.

Einzig und allein ein internetfähiges Endgerät und den entsprechenden Internetzugang benötigt man. Browser starten, einloggen und schon kann man Rechnungen schreiben, Zahlungen überweisen und aufgrund tagesaktueller Auswertungen seine Finanzen checken.

Alle Eingangsrechnungen, die man ins System einspielt (entweder per Drag and Drop in der Desktop App oder per sevScan in der Mobile App), werden übrigens GoBD-konform gesichert und archiviert. Das heißt: Papierbelege kann man nach der Digitalisierung in sevDesk wegwerfen.

6. „Inwiefern bedeutet sevDesk eine Alternative oder Ergänzung zur Leistung des Steuerberaters?“

Wir sehen uns sicherlich nicht als Alternative zum Steuerberater und haben keine Bestrebungen diesen Berufsstand mit unserer Software zu ersetzen. Vielmehr ergänzen wir die Leistung des Steuerberaters. Oder besser gesagt: Der Steuerberater ergänzt unsere Leistungen. ;-) sevDesk ermöglicht nämlich eine produktivere Zusammenarbeit zwischen Steuerberater und Mandant.

Konkret können Kunden von sevDesk als Mandanten ihren Steuerberater direkt zum System einladen und in der Software mitarbeiten lassen. Möchte man das als Kunde nicht, besteht die Möglichkeit Daten (bspw. für den Jahresabschluss) im branchenüblichen DATEV-Format direkt aus der Software an den Steuerberater per Mail zu übermitteln.

Übrigens intensivieren wird derzeit gerade unsere Zusammenarbeit mit Steuerkanzleien und Steuerberatern in Deutschland und Österreich. Unser neu geschaffenes Steuerberater-Portal bietet Steuerberatern kostenlos die Möglichkeit sevDesk zu nutzen und die Zusammenarbeit zu ihren Mandanten zu vereinfachen.

7. „Ist sevDesk eine Lösung für alle oder gibt es da unterschiedliche Angebote?“

Wie weiter oben beschrieben, richtet sich unsere Software an kleinere Unternehmen – konkret Selbstständige, Startups und Freiberufler. Dabei spielt es keine Rolle, ob man als Unternehmen zur einfachen Buchführung (EÜR – z.B. als GbR) oder zur doppelten Buchführung (Bilanz und GuV – z.B. als GmbH) verpflichtet ist.

Beide Buchführungsarten können in sevDesk abgebildet werden.

Darüber hinaus bietet sevDesk derzeit drei Tarife an. Den Tarif „sevDesk Rechnung“ erhält man bereits ab 6,50 € / Monat und bekommt im Gegenzug ein Tool zur Rechnungserstellung und zur Kundenverwaltung.

Ab 13,50 € / Monat bekommt man mit „sevDesk Buchhaltung“ ebenfalls das Rechnungs- und Angebotstool und zusätzlich Funktionen wie tagesaktuelle Auswertungen, USt-Voranmeldungen an das Finanzamt und integriertes Online Banking.

„sevDesk Warenwirtschaft“ als Premiumtarif erhält man ab 39,50 € / Monat und bekommt dafür neben den umfangreichen Buchhaltungsfeatures die Möglichkeit zur Lagerverwaltung und zur Lieferanten- und Artikelzuordnung.

8. „Wie sieht es mit der Datensicherheit aus?“

Die europäische Datenschutz-Grundverordnung ist gerade omnipräsent. Und sevDesk erfüllt die Richtlinien der DSGVO vollumfänglich.

Das Thema Datensicherheit nehmen wir unabhängig davon allerdings seit jeher sehr ernst. Nicht ohne Grund werden sämtliche Daten bei uns per SSL verschlüsselt übertragen und in einem zertifizierten, deutschen Rechenzentrum in Karlsruhe gespeichert.

Interessant aus Nutzersicht ist sicherlich auch unserer GoBD-Zertifikat. Die GoBD definiert im digitalen Zeitalter die Anforderungen an eine korrekte Buchführung. Da sevDesk diese Anforderungen ebenfalls seit Beginn an erfüllt, haben wir uns diese GoBD-Konformität im letzten Jahr zertifizieren lassen.

9. „Mal eine ganz andere Frage: E-Rechnung oder lieber in Papierform?”

Mit sevDesk versuchen wir natürlich den Weg hin zur papierlosen Buchhaltung und zum papierlosen Büro mitzugestalten. Unsere Bestrebungen Pendelordner und Schuhkarton zur Belegsammlung aussterben zu lassen, ist unserer klares Statement zu E-Rechnungen.

10. „Wie sieht es mit dem Offene-Posten-Stand aus? Erfasst sevDesk auch, wenn eine Zahlung überfällig ist?”

Wenn eine Zahlung überfällig ist, wird das selbstverständlich vom System erfasst und es lässt sich aus der vorher erstellten Rechnung automatisch eine Mahnung erstellen.

Zusätzlich hat sevDesk mit Bilendo einen Integrationspartner, der per Schnittstelle in nur wenigen Minuten angebunden werden kann. Bei Kunden mit schlechter Zahlungsmoral ermöglicht es Bilendo alle offenen Posten im Blick zu behalten, individuelle Mahnläufe anzustoßen und übergibt Forderungen auf Wunsch automatisch an das Inkasso.

11. „Kurz und bündig zum Schluss: Welche drei Faustregeln würdest du einem jungen Unternehmen für die Buchhaltung mitgeben?”

Kurz und schmerzlos:

  1. Eigene Buchhaltungsanforderungen definieren (in Abhängigkeit von Rechtsform und Unternehmensgröße)
  2. Passende Buchhaltungssoftware suchen (Ich könnte da sevDesk empfehlen ;-) )
  3. Steuerberater wählen, der digital denkt und gegenüber digitaler Buchhaltungssoftware aufgeschlossen ist

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