Face-on: Kati Neumann

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Face-on mit Kati Neumann, Steuerberaterin Face-on mit Kati Neumann, Steuerberaterin

Über Kati Neumann-Prange

Kati Neumann-Prange ist Steuerberaterin und mit ihrer langjährigen Erfahrung eine Expertin ihrer Branche. Als Steuerfachangestellte und Steuerfachwirtin hat sie in verschiedenen Unternehmen die unterschiedlichsten Bereiche des Steuer- und Buchhaltungswesens kennengelernt. Inzwischen leitet sie seit 6 Jahren ihre eigene Beratungskanzlei und hilft, wie sie selbst sagt, ihren Kunden sauber durch den Steuerdschungel.

Wir leben im digitalen Zeitalter, viele, gegebenenfalls sogar die meisten Prozesse in einem Unternehmen werden von der EDV übernommen, Buchführung und Steuer inbegriffen. Sehen Sie sich und Ihren Berufsstand in Gefahr?

[Neumann]: „NEIN – wir müssen die Digitalisierung als Chance sehen und gemeinsam mit den Mandanten an der Umsetzung in die betrieblichen Abläufe arbeiten. Dabei spielt auch der papierlose Zahlungsverkehr zunehmend eine größere Rolle.”

Für manche Ihrer Kunden übernehmen Sie auch die Buchführung, darunter fällt das Führen der Offene-Posten-Liste. Monat für Monat überprüfen Sie, welche Zahlungen eingegangen sind und welche noch ausstehen. Was bedeutet das für einen Mehraufwand für Sie?

[Neumann]: „KEINEN – das geht eigentlich alles automatisiert, wenn mit elektronischem Bankbuchen (DATEV) gearbeitet wird. Gerade aber kleinere Unternehmen wollen sich keine doppelte Buchführung mit der Führung von offenen Posten/Mahnwesen leisten, sondern arbeiten uns lediglich die bezahlten Rechnungen zu, führen dann zudem eine Excel-Liste für das Mahnwesen. Hier sehe ich das Potenzial von Bilendo.”

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Zahlungsmoral der Kunden Ihrer Kunden gemacht, wie lange kann sich so ein Prozess hinziehen?

[Neumann]: „Bis zu 3 Monate, manchmal länger.”

Inwiefern, denken Sie, kann ein Service wie Bilendo die Mandanten ohne doppelte Buchführung in der täglichen Arbeit unterstützen?

[Neumann]: „Siehe Antwort zu Punkt 2. Manuelle Abstimmung der geführten Listen unterbleibt, außerdem werden Mahnungen automatisiert erstellt und versendet, ohne weiter Zeit einer Verwaltungskraft zu verwenden. Diese kann in dieser Zeit andere Tätigkeiten ausführen (oder macht keine Überstunden).”

Offene Posten gefährden die Liquidität gerade kleinerer Unternehmen. Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste beim Mahnen?

[Neumann]: „Zeitnah zu mahnen, maximal im 2-Wochen-Abstand. Und besonders wichtig: Nach offen stehenden Rechnungen zunächst keine weiteren Leistungen erbringen. Gegebenenfalls individuell auf den Kunden zugehen und nach dem Grund der verspäteten Zahlung fragen, gegebenenfalls andere Zahlungsmodalitäten vereinbaren.”

Welche Vorteile bietet es für ein Unternehmen, die Buchhaltung auszulagern?

[Neumann]: „Im Rahmen der Buchführung werden durch den Dienstleister Steuerberater die notwendigen Tätigkeiten aus dem Bereich der abgabenrechtlichen Vorgaben erbracht und auf Basis dessen die Daten der Umsatzsteuervoranmeldung ermittelt. Außerdem können Kennzahlen ermittelt werden, um darauf aufbauend für strategische Entscheidungen oder die Steuerplanung, -zahlung im laufenden Jahr bestens gerüstet zu sein.”

Themen wie Steuerrecht, Buchhaltung und Debitorenmanagement sind gerade für noch junge Unternehmen Bücher mit sieben Siegeln bzw. sogar Fallstricke, wenn es mit einem Kunden bis vors Gericht geht. Sehen Sie sich häufig mit juristischen Fragen konfrontiert? Was raten Sie unerfahrenen Geschäftsleuten, wie können sie sich fit für Rechtsfragen machen?

[Neumann]: „Ich habe zum Glück eher selten von juristischen Auseinandersetzungen gehört. Kommunikation und offener Umgang mit Preisen, aber auch Kritik ist wichtig. Rechtsfragen sollten unbedingt mit kompetenten Beratern im Vorfeld besprochen werden. Denn ist die Kuh erstmal auf dem Eis …”

Könnten Sie sich vorstellen, Bilendo für Ihre eigene Debitorenbuchhaltung zu nutzen?

[Neumann]: „Nein, aber ich würde Mandanten die Nutzung von Bilendo empfehlen, die in diesem Bereich noch Verbesserungspotenzial haben, denn ich finde es sehr wichtig, dass auf den Zahlungsverkehr geachtet wird. Gerade kleine und/oder neu gegründete Unternehmen sollten unbedingt den Ratschlag befolgen, zunächst mehr auf Liquidität als auf Rentabilität zu achten.”


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