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Face-on: Thomas Groher und Philipp Maximilian Ganzmüller

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Florian Kappert am 24.04.2017

Über Thomas Groher und Philipp Maximilian Ganzmüller

Thomas Groher und Philipp Maximilian Ganzmüller sind geschäftsführende Gesellschafter der Creditreform Standorte München, Bayreuth und Rosenheim. Das Dienstleistungsspektrum von Creditreform reicht von der bonitätsbasierten Auswahl und Ansprache von Neukunden über Bonitätsinformationen zu Unternehmen und Privatpersonen bis hin zu kompletten Systemplattformen für das unternehmensinterne Risikomanagement und ausgefeilten Forderungsmanagement-Tools.

Wir freuen uns sehr, Sie beide als Interviewpartner für unsere Interviewreihe Face-on sprechen zu dürfen.

Warum ist es so wichtig, dass Rechnungen im Verzug zeitnah bei Ihnen landen?

[Thomas Groher]: „Je früher die Rechnung(en) bei Creditreform in den Inkassoprozess übergeben werden, desto höher ist die Chance, die Forderungen durch den Gläubiger zu realisieren. Die Praxis zeigt, dass eine zeitnahe Übergabe an Creditreform zu einer schnelleren Realisierung der Forderung führt. Aufgrund der engen Verzahnung mit Bonitätsdatenbank von Creditreform verschlechtert der säumige Zahler gegebenenfalls seine eigene Bonität.“

Viele Unternehmen führen das Mahnwesen nur halbherzig und inkonsequent durch. Der Gang zum Inkassounternehmen ist dann oft der letzter Ausweg. Wie lange hat sich durchschnittlich das ganze Prozedere dann schon hingezogen?

[Philipp Maximilian Ganzmüller]: „Dies ist abhängig vom Gläubiger! Wir erhalten von einer Vielzahl unserer Auftraggeber die Forderungen im Schnitt von 3-5 Monaten. Ein Teil unserer Kunden übergibt die Forderungen aber auch sehr spät an uns – teilweise erst nach 12 Monaten.“

Was macht Ihrer Erfahrung nach ein leichtfertiger und in die Länge gezogener Mahnprozess mit der Beziehung zwischen Gläubiger und Schuldner?

[Thomas Groher]: „Unserer Erfahrung nach ist die Beziehung zwischen Gläubiger und Schuldner in aller Regel gestört bzw. nicht mehr vorhanden. Der ‚redliche Schuldner’ sucht in aller Regel noch Kontakt zum Gläubiger und versucht eine Stundung oder Ratenzahlung mit dem Gläubiger zu vereinbaren. Unserer Erfahrung nach mahnen viele Gläubiger in unregelmäßigen Abständen und der Schuldner gewinnt dadurch mehr Zeit, die Forderung nicht zu bezahlen.“

Gibt es eine Art Roadmap, wenn sich ein Gläubiger an Sie wendet? Wie gehen Sie vor, was sind Ihre ersten Schritte?

[Philipp Maximilian Ganzmüller]: „Die Abläufe bei Creditreform München sind immer identisch. Je nach Gläubigerinteressen werden Dienstleistungsumfang, Vertragsgestaltung sowie die Inkassoprozesse und -kosten individuell angepasst. Im Rahmen der Erstberatung erfolgt die Analyse der Geschäfts-prozesse beim Gläubiger. Das Ergebnis soll ein optimierter Forderungsmanagementprozess für unser Mitglied (Kunden) sein. Dies wird gemeinsam erarbeitet und umgesetzt – quasi der Maßanzug für das Forderungs-management.“

Ist es für Sie von Vorteil, wenn der Mahnprozess vom Gläubiger zunächst selbst durchgeführt wurde?

[Thomas Groher]: „Für den Fall, dass der Mahnprozess beim Gläubiger zügig und effizient durchgeführt wurde, ist dies ein sehr großer Vorteil, da hierdurch unnötige Rückfragen seitens des Schuldners vermieden werden. Der säumige Zahler kennt die Forderung und weiß nun, dass die Nichtzahlung einer unbestrittenen Forderung zu weiteren Konsequenzen, wie z. B. die Verschlechterung seiner Bonität oder die Titulierung der Forderung, führen kann. Um dem entgegenzutreten und für einen erfolgreichen Mahnprozess, sind wir die Kooperation mit Bilendo eingegangen. Wir erreichen mit Bilendo eine Verlängerung der Wertschöpfungskette im ganzheitlichen Forderungs-managementprozess.“

Lässt sich der Gang vor Gericht meistens vermeiden? Wenn nicht, woran liegt's?

[Philipp Maximilian Ganzmüller]: „Wir setzen alles daran, den Gang vor Gericht zu vermeiden. Der Fokus bei Creditreform München liegt in einer stringenten Bearbeitung mit persönlicher Ansprache des Schuldners. Wir sind mit dieser Vorgehensweise quasi Vermittler zwischen Gläubiger und Schuldner. Dazu gehört das Telefoninkasso, Einladungen zu unseren hauseigenen Schuldnertagen in eine unserer 130 Niederlassungen und bei Bedarf der Besuch unseres Inkasso-Außendienstes beim Schuldner vor Ort. Sollte dadurch kein Beitreibungserfolg erzielt werden, so leiten wir zur Wahrung des Gläubigeranspruchs das gerichtliche Mahnverfahren ein.“

Können Sie die drei wichtigsten Punkte nennen, die ein Gläubiger beachten soll, wenn sein Mahnprozess erfolgreich sein soll?

[Thomas Groher]:

  • kurzer Mahnprozess mit einer intelligenten Softwarelösung
  • korrekte und gesetzeskonforme Formulierung der Mahnschreiben
  • bei erfolglosem Mahnprozess zügige Weitergabe bzw. Abgabe an ein Inkassounternehmen, bestenfalls Creditreform München :-)

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