Rechnungskauf im E-Commerce, oder die Antwort auf die Frage, ob sich der Status quo mit Scoring & Factoring wirklich lohnt

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Ohne geht nicht

Im Sinne der Kundenorientierung (und für Ihre gute Conversion Rate natürlich) ist die Bezahloption „Kauf auf Rechnung“ unverzichtbar. Doch damit handeln Sie sich – nicht unmittelbar Ärger, aber – eine Menge Risiken ein. Denn niemand garantiert Ihnen, dass Ihre Kunden auch fristgerecht zahlen. Offene Posten zu überwachen und anzumahnen bedeutet einen Mehraufwand, der ablenkt, kostet und nervt. Hellsehen müsste man können, wenn man einen neuen Kunden annimmt.

Scoring minimiert Risiken

Scoring-Dienstleister sind keine Hellseher, schätzen aber anhand bestimmter Kriterien die Kreditwürdigkeit Ihrer Kunden ein. So wird ein individuelles Urteil über die Wahrscheinlichkeit erstellt, mit der Ihr Kunde eine Rechnung bezahlt, ob Sie ihm also die Option „Kauf auf Rechnung“ zur Verfügung stellen sollten oder ob Bezahloptionen wie Vorauskasse oder Kreditkarte zu bevorzugen sind. Dadurch minimiert sich Ihr Risiko eines Zahlungsverzugs oder Zahlungs-ausfalls.

Wenn Sie dann auch noch mit einem Factoring-Unternehmen zusammen-arbeiten, das Ihr Forderungsmanagement übernimmt, sind Sie rundherum entlastet.

Aber: Zu bedenken ist dreierlei:

  • Scoring ist eine statistische Einschätzung, die fehlerhaft sein kann.
  • Ein gewisser Anteil Kundschaft geht Ihnen von vornherein verloren.
  • Kundenorientierung geht anders.

Ein paar Prozent hier, Gebühren da …

Außerdem kriegen Sie das Scoring nicht geschenkt. Namhafte Scoring-Dienstleister verlangen standardmäßig 3,5-4% Transaktionsgebühren und Fixgebühren in Höhe von 1-2,- EUR je Bestellung. Wenn man bedenkt, wie hoch die Kosten sind, die Rechnungen im Verzug oder gar Zahlungsausfälle verursachen, dann scheint dies ein angemessener Betrag zu sein. Das ist Ihnen die Sicherheit bzw. Risikobewertung bei der Kundenwahl wert. Oder etwa nicht?

Bevor wir diesen Punkt mit einer Beispielrechnung hinterfragen, stellen wir Ihnen eine Alternative zum Scoring (plus Factoring) vor, die derzeit die Branche aufmischt und auffrischt.

Bilendo: Schluss mit allen Kontra-Punkten!

Die moderne Mahnwesen-Software Bilendo übernimmt für Sie das Forderungsmanagement, und zwar vom Zeitpunkt der Rechnungsstellung an. Der Service ist ganzheitlich und umfassend:

  • Cloud-Software und Miet-Lösung

Sie sind in vielerlei Hinsicht unabhängig und flexibel: Ihr Standort, Ihr Betriebssystem, die Anzahl Ihrer Endgeräte spielen keine Rolle mehr, auch nicht die Anzahl der Rechnungen. Sie mieten Bilendo zu einem monatlichen Paketpreis und starten durch.

  • Installation und Anwendung leicht gemacht

Bilendo ist so selbsterklärend konzipiert, dass Sie und jeder Ihrer Mitarbeiter sofort damit arbeiten können. Aufwendige Schulungen entfallen. Zeitraubende und teure Updates entfallen genauso, Sie arbeiten immer mit dem topaktuellen IT-Standard.

  • Forderungsmanagement automatisch und transparent

Das Forderungsmanagement wird für Sie im Hintergrund erledigt, Mahnungen gehen zeitnah und eskalierend raus. Mit wenigen Klicks sind Sie auf dem Stand Ihrer offenen Posten, nichts geht Ihnen mehr durch die Lappen, egal wie viel gerade los ist.

  • Liquidität und Bonität – safe!

Durch das straff organisierte Mahnwesen gehen Zahlungen schneller bei Ihnen ein und stehen zuverlässig für neue Investitionen zur Verfügung. Die hohe Eigenkapitalquote macht sich gut hinsichtlich Ihrer eigenen Kreditwürdigkeit bemerkbar.

  • Ressourcen schonen und verteilen

Sie haben das Forderungsmanagement aus dem Kreuz. Wichtige Ressourcen, und zwar in finanzieller, zeitlicher und personeller Hinsicht, werden geschont und stehen Ihnen für Ihr eigentliches Kerngeschäft und für neue Projekte zur Verfügung.

  • Kundschaft berücksichtigen und erziehen

Sie und Ihr Kunde bleiben unter sich, Bilendo tritt nicht in Erscheinung. Ihre Kundenbeziehung wird also nicht beeinträchtigt – nur verbessert, denn Ihre Kunden lernen, dass Rechnungen bei Ihnen fristgerecht zu bezahlen sind. (Erfahren Sie mehr zum Thema: Zahlungsmoral)

  • Außenwirkung und Profil verbessern

Sie werden sehen, ein selbst organisiertes und zuverlässig gestemmtes Forderungsmanagement macht etwas mit Ihrer Außenwirkung. Sie kommen als souverän und selbstbewusst rüber, als umfassend kompetent und ernst zu nehmen.

Bilendo arbeitet mit einer Reihe von Inkassounternehmen zusammen, an die Sie nach einem erfolglosen Mahnprozess offene Forderungen automatisch oder manuell übergeben können. Sollen sich die Profis um alles Weitere kümmern!

Zwischenfazit:

Mit Bilendo wird das Risiko eines Forderungsausfalls minimiert, und zwar auf kundenfreundliche Art und Weise. Das Forderungsmanagement bleibt unter Ihrer Kontrolle und der Ausweg Inkasso bleibt offen.

Okay, doch ein Kontra – mit verstecktem Pro

  • Es stimmt, Bilendo nimmt keine Risikobewertung vor.
  • Eventuell nicht kreditwürdige Kundschaft wird nicht herausgefiltert.

Aber:

  • Scoring ist, wie oben beschrieben, eine rein statistische und keine faktische Einschätzung.
  • Womöglich zuverlässige Kundschaft wird ausgeschlossen. Mit der Nutzung von Bilendo passiert Ihnen das nicht.

Bilendo vs. Scoring: Das sollten Sie wissen

Eine Beispielrechnung mit einer Gegenüberstellung von Bilendo und klassischem Scoring soll Ihnen verdeutlichen, was für Sie und Ihr Unternehmen mehr Sinn macht.

Nehmen wir einen hypothetischen Fall an, bei dem Sie einen durchschnittlichen Rechnungsbetrag von 150,- EUR stellen und mit Scoring arbeiten:

  • Rechnungsbetrag 150,- EUR
  • Marge 15 %
  • Transaktionsgebühr 3,69 %
  • Fixgebühren 1,69 EUR
  • Versandkosten 3,50 EUR

Gehen wir nun davon aus, dass Sie im Monat 1.000 Bestellungen über Ihren Onlineshop erhalten, dann beträgt Ihr Deckungsbetrag 22.500,- EUR. Es entstehen 3.500,- EUR Versandgebühren, die abzuziehen sind.

Wenn Sie Bilendo nutzen, geht Ihnen keine Kundschaft verloren (Minderung = 0 %), die durch eine Risikobewertung ausgeschlossen werden würde, und es entstehen keine Fix- und Transaktionsgebühren. Sie hätten einen Reingewinn von 19.000,- EUR zu verzeichnen.

Ziehen Sie einen Scoring-Dienstleister hinzu, gehen Ihnen 12 % Kunden durch die Vorabbewertung verloren. Das heißt, es kommen statt 1.000 nur 892 Bestellungen zustande. Der Deckungsbetrag beläuft sich also auf 16.056,- EUR. Außerdem haben Sie 2.100,- EUR Gebühren zu berappen. Die Versandkosten sind geringer (Sie versenden ja an weniger Kundschaft), liegen bei 3.122,- EUR. Ihr Reingewinn beträgt 10.834,- EUR. Scoring mindert Ihren Gewinn um 8.166,- EUR.

Tabellarische Übersicht:

Rechnungsbetrag 150,- EUR, bei 1.000 Bestellungen pro Monat

Rechnungskauf im E-Commerce Tabelle

Klartext

Ohne Zweifel verhilft Scoring dazu, Ärger auszuschließen, bevor er überhaupt entsteht. Die große Frage am Ende dieser Rechnung (und am Ende eines jeden Monats) ist, ob tatsächlich so viele Zahlungseingänge ausfallen, dass eine Gewinnreduktion von 8.166,- EUR gerechtfertigt ist:

8.166,- EUR : 150,- EUR = 55 Bestellungen, die nicht bezahlt werden.

Nur wenn 55 Ihrer Rechnungen nicht bezahlt werden, macht für Sie der Einsatz eines Scoring-Dienstleisters Sinn.

Sind es weniger, ist für Sie ein kostengünstiger und umfassender Service wie Bilendo eher angeraten. Kein Kunde wird ausgeschlossen, säumige Kunden werden automatisch und gut organisiert angemahnt, die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls minimiert.

Wann macht der alternative Prozess ohne Scoring für Sie besonders viel Sinn?

  • Wenn Sie selbst der Hersteller sind und durch Auslassen von Zwischenhändlern eine hohe Marge haben.
  • Wenn Sie generell eine hohe Marge haben.
  • Wenn Sie mit der aus dem Verkauf resultierenden Nutzung einen Werbeeffekt haben, z. B. weil Ihre Produkte von Kunden getragen werden.
  • Wenn es Sinn macht, mehr Lagerdrehung zu erzeugen und Sie kein Problem haben, Ware nachzuordern.
  • Wenn Sie mehr Lagerdrehung benötigen, um bessere Konditionen bei Lieferanten zu erhalten.
  • Vgl. Rechenbeispiel oben: 55 Bestellungen zu je 150, EUR = 8.166,- EUR Nehmen wir an, der Einkaufsstückpreis Ihrer Ware liegt bei 35,- EUR. Dann hatten Sie 55 x 35,- EUR = 1.925,- EUR Kosten. Das entspricht Ihrem tatsächlichen Schaden.

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