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Wodurch unterscheiden sich die Liefermodelle im Cloud-Computing?

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Julia Urban am 17.10.2017

Die Nutzung von Cloud-Computing-Services ist alltäglich geworden. Die Vorteile sind kaum von der Hand zu weisen und Risiken überschaubar. 2017 nutzen laut dem Digitalverband bitkom bereits 65 % der Unternehmen cloudbasierte Software - voraussichtlich werden auch in Zukunft also immer mehr Daten in „Clouds” abgelegt werden.

Cloud-Computing lässt sich prinzipiell in 3 Service-Modelle unterteilen, diese sind:

  1. Infrastructure-as-a-Service („IaaS”)
  2. Platform-as-a-Service („PaaS”)
  3. Software-as-a-Service („SaaS”)

Zudem lässt sich Cloud-Computing nach Liefermodellen unterscheiden. Hierbei ist primär von Bedeutung, wo die Cloud-Server betrieben werden und wer auf den Service zugreifen darf. So gibt es derzeit 4 Liefermodelle des Cloud-Computing, die sich an den Anforderungen des Kunden orientieren.

Die 4 Liefermodelle des Cloud-Computing

Die Public Cloud („öffentliche Rechnerwolke”) ist ein für viele Anwender nutzbarer und über das Internet zugänglicher Service. Ein IT-Dienstleister stellt hierbei eine Cloud-Umgebung zur Verfügung, auf die Anwender durch ein Abonnement flexibel und unverzüglich zugreifen kann.

  • Für den Anwender stellt die einfache Skalierbarkeit einen großen Vorteil dar: Bei Bedarf kann das gebuchte Paket zeitnah nach oben oder unten angepasst werden. Brachliegende oder fehlende Kapazitäten lassen sich so ausschließen.
  • Da sich die Public Cloud im Eigentum eines IT-Dienstleisters befindet, werden sämtliche Wartungsaufgaben auch von diesem durchgeführt. Der Nutzer zahlt nur die zuvor festgelegte Gebühr und trägt kein Risiko, dass plötzlich anfallende Arbeiten den Budget-Rahmen sprengen.
  • Nutzer bezahlen eine vertraglich festgesetzte Gebühr, die sich an ihrem Verbrauch orientiert. Mit diesem „pay-per-use”-Modell kann maximal effizient gearbeitet werden - teure Investitionen sind nicht nötig und meist finden kurze Vertragslaufzeiten Verwendung.

Die Private Cloud („private Rechnerwolke”) wird exklusiv für einen Kunden betrieben. Die benötigten Server befinden sich hierbei im eigenen Unternehmen, der Zugriff findet über das firmeneigene Intranet statt - Außenstehende erhalten somit keinen Zugang zum Cloud-Service.

  • Interessant ist das Konzept der Private Cloud vornehmlich für Unternehmen, die hochsensible Daten hinter der unternehmenseigenen Firewall geschützt wissen wollen. Entweder wird die Private Cloud hierfür von der eigenen IT-Abteilung oder einem externen Dienstleister betrieben.
  • Der Kunde profitiert von einer optimal an die Unternehmensbedürfnisse angepassten Lösung, da sich sämtliche Konditionen frei und individuell gestalten lassen.

Bei einer Hybrid Cloud („gemischte Rechnerwolke”) werden Elemente der Public Cloud und Private Cloud kombiniert. So können hochsensible Daten weiterhin nur über das Intranet abgerufen werden, während der Anwender ansonsten von den Vorteilen der Public Cloud profitiert.

  • Anwender einer Hybrid Cloud-Lösung können bei Belastungsspitzen Ressourcen einer Public Cloud nutzen, um ohne Leistungseinbußen den Betrieb aufrecht halten zu können.
  • Um selbst im Falle eines Fehlers in der Private Cloud den Betrieb fortführen zu können, empfiehlt sich die Nutzung einer Hybrid Cloud-Lösung. So kann die Hochverfügbarkeit - also die unmittelbare Aufrechterhaltung des Betriebs - gewährleistet werden.

Bei einer Community Cloud („gemeinschaftliche Rechnerwolke”) handelt es sich vom Konzept her um eine Public Cloud, die jedoch auf einen festgelegten, kleineren Nutzerkreis ausgerichtet ist.

Auf diese Weise können sich beispielsweise verschiedene Forschungsgruppen, kommunale Behörden, Schulen oder Universitäten etc. die Kosten für den Unterhalt einer Cloud teilen.

Fazit

Mittlerweile ist Cloud-Computing nicht mehr aus unseren Leben wegzudenken: Sowohl im privaten als auch geschäftlichen Alltag erfahren Cloud-Lösungen eine stetig wachsende Bedeutung. Der Blick auf die Liefermodelle erklärt verschiedene zugrunde liegende Konzepte und mögliche Verwendungsbereiche. Je nach Bedarf lassen sich verschiedene Ansätze wählen und auch kombinieren - für den Endanwender ist dabei häufig gar nicht ersichtlich, welches Modell im Hintergrund betrieben wird.

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