Titulierung/Titel


Titulierung/Titel

Titulierung/Titel

Als Titulierung einer Forderung wird der Prozess bezeichnet, in welchem hervorgeht, welcher Schuldner welchem Gläubiger was schuldet (meist ein Geldbetrag). Das wird in einer öffentlichen Urkunde festgelegt, welche eine wesentliche formale Voraussetzung für die Durchführung der Zwangsvollstreckung ist. Diese Urkunde wird auch Schuldtitel oder auch nur Titel genannt und stellt die Forderung rechtsverbindlich fest.

Nach der Kennzeichnung mit der Vollstreckungsklausel gem. §§ 724 und 725 Zivilprozessordnung (ZPO) sowie der Zustellung an den Schuldner dient sie gegenüber den Vollstreckungsorganen als Nachweis der Vollstreckbarkeit der Forderung (insbesondere gegenüber Amtsgerichten für die Forderungspfändung und Gerichtsvollziehern für die Sachpfändung). Der Titel mit Vollstreckungsklausel wird auch vollstreckbare Ausfertigung genannt. Der Titel selbst bewirkt eine Verlängerung der Forderungsverjährung auf 30 Jahre und stellt sicher, dass Vollstreckungsorgane nicht mehr die Berechtigung der Forderung prüfen müssen. Typische Schuldtitel sind vollstreckbare Urteile aus streitigen Verfahren sowie der Vollstreckungsbescheid, bei dem im Übrigen eine Vollstreckungsklausel grundsätzlich nicht erforderlich ist.