Wann muss eine Rechnung gestellt werden?

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Jetzt wird abgerechnet! In vielen Fällen sind Leistungserbringer gesetzlich verpflichtet "berechnend" zu sein. Jetzt wird abgerechnet! In vielen Fällen sind Leistungserbringer gesetzlich verpflichtet "berechnend" zu sein.

An sich klingt es ganz einfach: Ein Unternehmer stellt in der Regel Rechnungen für Lieferungen und Leistungen aus. Hierbei müssen aber allerhand Regelungen beachtet werden und auch bei Geschäften zwischen Privatpersonen müssen Besonderheiten berücksichtigt werden. Die einzuhaltenden Fristen für die Rechnungsstellung sind gesetzlich geregelt und deshalb bindend.

Pflicht des Leistenden zur Rechnungserstellung

Generell sind Unternehmer berechtigt Rechnungen auszustellen, in einigen Fällen sind sie sogar dazu verpflichtet:

  • Ist der Leistungsempfänger ein Unternehmer oder eine juristische Person, muss die Rechnung binnen 6 Monaten nach Leistungserbringung gestellt werden.
  • Abgerechnete steuerfreie Leistungen, die den Vorsteuerabzug nicht ausschließen, wie beispielsweise innergemeinschaftliche Lieferungen oder Ausfuhren, verpflichten den Leistungserbringer ebenfalls zur Rechnungsstellung.
  • Sämtliche steuerpflichtige Werklieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück unterliegen der Pflicht zur Rechnungsstellung - auch dann, wenn der Leistungsempfänger eine Privatperson ist.

In einigen Fällen muss die Rechnung sogar schon am 15. Tag des Folgemonats der Leistungserbringung ausgestellt sein.

Diese Regelung gilt für

  • innergemeinschaftliche steuerfreie Lieferungen (nach § 6 a UStG) und
  • anderweitige Leistungen (nach § 3 a Abs. 2 UStG) in einem Mitgliedstaat, für die ein unternehmerischer Leistungsempfänger Umsatzsteuer zahlen muss.

Das Geschäft zwischen zwei Privatpersonen

Wenn Privatperson A an Privatperson B einmalig den alten Fernseher verkauft, kann auch eine Rechnung ohne ausgewiesene Umsatzsteuer gestellt werden.

Eine Tätigkeit, die hingegen regelmäßig und mit der Absicht Gewinn zu erzielen erbracht wird, muss dem Finanzamt mitgeteilt werden - etwa wenn dem Nachbarn regelmäßig gegen Bezahlung im Haushalt geholfen wird.

Fazit

An Unternehmen erbrachte Leistungen müssen in Rechnung gestellt werden, ist der Leistungsempfänger eine “natürliche Person”, kann sie gestellt werden, wobei einige Ausnahmefälle bedacht werden müssen. Die unterschiedlichen Fristen sind in jedem Fall unbedingt einzuhalten, nur so ist die Forderung durchsetzbar - und je schneller eine Rechnung gestellt wird, desto schneller kann sie überhaupt bezahlt werden.


Thema: . Tags: Forderungsmanagement, Zahlungsmoral, Buchhaltung, Debitorenmanagement, Finanzbuchhaltung

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