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Thema Verjährung - was Sie beachten und vermeiden sollten!

#Debitoren & Forderungen

Das geht schneller, als Sie denken. Sie verschicken wöchentlich mehrere Rechnungen und schon am Ende des Monats haben Sie den Überblick verloren. Das Jahr schreitet voran und tausend andere Sachen waren inzwischen wichtig. Und irgendwann fällt Ihnen auf: Da war doch was!

Nicht für die Ewigkeit

Zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung ist das sicher noch kein Thema, aber eines sollten Sie immer im Hinterkopf behalten: Eine Forderung besteht nicht unendlich!

Die Regelverjährungsfrist beläuft sich nach § 195 BGB auf 3 Jahre und betrifft alle Forderungen aus dem alltäglichen Geschäftsverkehr wie aus Kaufverträgen, Handwerksleistungen, Lieferung von Waren oder Erbringungen von Werkleistungen sowie Lohn- und Gehaltsansprüchen.

Was Sie beim Thema Verjährung beachten sollten
Auch eine Rechnung kann verjähren

Frist beachten!

Wichtig ist bei der Verjährung deren Berechnung. Nach § 199 Abs. 1 BGB beginnt die Verjährungsfrist mit dem Ende des Jahres, in dem die Leistung erbracht wurde, und läuft dann bis zum Ende des dritten Jahres danach.

Beispiel: Wann auch immer Sie in diesem Jahr eine Rechnung gestellt haben, die Verjährungsfrist beginnt am 31.12.2019 und endet mit Ablauf des 31.12.2022. Am 01.01.2023 ist Ihre Forderung verjährt.

Verjährung von Anfang an vermeiden

Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen. Eine offene Forderung 3 Jahre mit sich herumzuschleppen, will schon etwas heißen: Geld, das 3 Jahre in Ihrer Kasse fehlt, ein sich hinziehender, unnötiger Aufwand für die Buchhaltung, die steigende Wahrscheinlichkeit des Zahlungsausfalls, die zunehmenden Forderungsrisiken.

Sicherlich gibt es gute Gründe für auch mal ferne Zahlungsziele. Vermeiden Sie aber den damit verbundenen Ärger und kommen Sie dem Ablauf jeder Verjährungsfrist durch ein konsequentes Credit Management zuvor. Effiziente Unterstützung können Sie sich beispielsweise durch IT-gestützte Dienstleistung holen, die für Sie alle Aufwände zuverlässig und gut organisiert übernimmt.

Aber beachten Sie: Entgegen der landläufigen Meinung verhindert Mahnen nicht die Verjährung!

Was wäre, wenn …

Wenn es doch so weit gekommen ist, und die Verjährung einer Forderung droht, haben Sie zwei Möglichkeiten:

1.    Ratenzahlung

Nach § 212 Abs. 1.1 BGB läuft die Verjährungsfrist nach einer Ratenzahlung erneut für 3 Jahre an. Mit dieser Bezahloption kommen Sie also einem Kunden in finanziellen Nöten nicht nur besonders entgegen, Sie vermeiden für sich selbst die Gefahr der Verjährung der Forderung.

2.    Mahnbescheid

Durch die Beantragung eines Mahnbescheids hemmen Sie nach  § 167 ZPO die Verjährung. So einen Antrag zu stellen ist nicht ganz einfach, allzu leicht passieren dabei Fehler und die Verjährung tritt doch noch ein. Deshalb sollten Sie einen Mahnbescheid nur dann selbst stellen, wenn Sie Erfahrung damit haben.

 

Fazit

3 Jahre klingt nach einem langen Zeitraum, aber im Unternehmensalltag mit zahlreichen Rechnungen und unterschiedlichen Zahlungszielen gerät die eine oder andere Forderung schon mal aus dem Blick. Ist es so weit gekommen, haben Sie mit der Ratenzahlung oder der Beantragung eines Mahnbescheids die Möglichkeit, das Ende der Verjährungsfrist erst einmal abzuwenden.

Sinnvoller ist es, von vorneherein durch ein gut organisiertes Forderungsmanagement im Rahmen des Credit Managements offene Rechnungen zeitnah und in einem überschaubaren Zeitrahmen einzutreiben. Als besonders effektiv hat sich in der Praxis der Einsatz einer Credit-Management-Plattform erwiesen. So kommen Sie nicht einmal in die Nähe der Verjährung.

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