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Was bedeutet DSO - Days Sales Outstanding?

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Bilendo am 24.01.2018

Ist es nicht Ziel jedes Unternehmens, möglichst wenige offene Posten zu haben und dadurch über eine höhere Liquidität zu verfügen? Mit Hilfe eines effizienten Forderungsmanagements ist dies zu erreichen. Dabei kann die Forderungslaufzeit (DSO) eine wichtige Kennzahl für die Beurteilung des Debitorenmanagements und des Mahnwesens sein.

Was bedeutet DSO?

DSO, auch bekannt unter Debitorenlaufzeit oder Kundenziel, steht für Days Sales Outstanding. Der Begriff DSO gibt die durchschnittliche Anzahl der Tage an, die zwischen Ausstellung der Rechnung und Eingang der Zahlung verstreichen. Diese Kennzahl ist unverzichtbar, wenn es darum geht, die Geldumschlagsdauer und damit die Kapitaleffizienz eines Unternehmens zu bestimmen.

Wie berechnet sich die Forderungslaufzeit (DSO)?

Die Messgröße DSO berechnet sich aus den Forderungen von Lieferungen und Leistungen Ihres Unternehmens, den Umsatzerlösen und der Anzahl der Tage des zu berechnenden Zeitraums. Diesen Wert kann man für einen beliebigen Zeitraum berechnen, beispielsweise einen Monat, ein Quartal oder Jahr. Dabei dürfen nur Forderungen und Umsatzerlöse der jeweiligen zeitlichen Periode eine Rolle spielen.

DSO Days Sales Outstanding Berechnung

Was sagt der DSO über ein Unternehmen aus?

Hoher DSO-Wert:

  • Ein hohes Kundenziel (high DSO) bedeutet, dass ein Unternehmen lange darauf wartet, bis der Kunde seine Rechnung bezahlt und dadurch einerseits einen hohen Forderungsbestand und andererseits eine hohe Kapitalbindung aufweist.
  • Zusätzlich heißt ein hoher Wert, dass das Unternehmen de facto zum Kreditgeber gegenüber seiner Kunden wird.
  • Schlussendlich bedeutet dies in der Regel, dass es Schwachstellen im Forderungsmanagement und im Mahnwesen gibt

Niedriger DSO-Wert:

  • Eine geringe Debitorenlaufzeit (low DSO) hingegen führt zu einer niedrigen Kapitalbindung. Daraus ergibt sich wiederum ein geringer Kapitalbedarf und eine hohe Liquidität für das Unternehmen.
  • Das heißt, dass das Unternehmen nicht angehalten ist, auf verdientes Geld lange zu warten, was Ihnen nützt und dem Kunden nicht schadet.
  • Je niedriger der DSO-Wert bei einem Unternehmen ist, desto niedriger ist die Zinsbelastung und das Risiko für ausfallende Forderungen.
  • Die daraus folgende Senkung der Kapitalbindung sorgt zudem für eine höhere Liquidität des Betriebs.

Warum ist ein niedriger DSO-Wert wichtig und wie kann man diesen erreichen?

Bei der Frage, wie man die Liquidität im Unternehmen verbessern kann, wird häufig auf zu hohe Einkaufspreise, Personal- oder Energiekosten eingegangen. Dabei ist die Kennzahl DSO eine eindeutige Größe zur Beurteilung der Liquidität. Ein niedriger DSO-Wert ist, wie bereits oben beschrieben, entscheidend für eine hohe Liquidität und eine geringe Kapitalbindung bei niedrigerem Kapital. Er vermindert so das Risiko der Zahlungsunfähigkeit.

Damit der DSO-Wert geringer wird bzw. niedrig bleibt, bieten sich folgende Maßnahmen an:

  • Zahlungsmoral bei Kunden bewerten
  • Zahlungskonditionen anpassen: Hierbei sollte man beachten, dass es Unterschiede zwischen Kunden gibt und es sich lohnt, eine Differenzierung zwischen Kunden mit hoher und niedriger Zahlungsmoral vorzunehmen
  • Professionelles und gut organisiertes Forderungsmanagement
  • Mahnwesen sollte stringent sein (zuerst das kaufmännische Mahnwesen, anschließend das außergerichtliche Mahnwesen durch einen Inkasso-Partner)

Fazit

Mit Hilfe der Kennzahl Days of Sales Outstanding (DSO) lässt sich erschließen, wie lange ein Unternehmen durchschnittlich warten muss, bis der Kunde seine Rechnung bezahlt. Gleichzeitig wirkt sich die Verbesserung des DSO-Werts positiv auf die Liquidität des Unternehmens aus.

Ein niedriger DSO-Wert bedeutet:

  • Geringe Kapitalbindung
  • Niedriger Kapitalbedarf
  • Vermindertes Risiko
  • Höhere Liquidität

Am besten erreicht man dieses Ziel durch ein ausgezeichnetes Forderungsmanagement und ein stringentes Mahnwesen.

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