Ist es nicht Ziel jedes Unternehmens, möglichst wenige offene Posten zu haben und dadurch über eine höhere Liquidität zu verfügen? Mit Hilfe eines effizienten Forderungsmanagements ist dies zu erreichen. Dabei kann die Forderungslaufzeit (DSO) eine wichtige Kennzahl für die Beurteilung des Debitorenmanagements und des Mahnwesens sein.

 

Was bedeutet DSO?

DSO, auch bekannt unter Debitorenlaufzeit oder Kundenziel, steht für Days Sales Outstanding. Der Begriff DSO gibt die durchschnittliche Anzahl der Tage an, die zwischen Ausstellung der Rechnung und Eingang der Zahlung verstreichen. Diese Kennzahl ist unverzichtbar, wenn es darum geht, die Geldumschlagsdauer und damit die Kapitaleffizienz eines Unternehmens zu bestimmen.

 

Wie berechnet sich die Forderungslaufzeit (DSO)?

Die Messgröße DSO berechnet sich aus den Forderungen von Lieferungen und Leistungen Ihres Unternehmens, den Umsatzerlösen und der Anzahl der Tage des zu berechnenden Zeitraums. Diesen Wert kann man für einen beliebigen Zeitraum annehmen, beispielsweise einen Monat, ein Quartal oder Jahr. Dabei dürfen nur Forderungen und Umsatzerlöse der jeweiligen zeitlichen Periode eine Rolle spielen.

Days Sales Outstanding (DSO) Berechnung

Was sagt der DSO über ein Unternehmen aus?


Hoher DSO-Wert:

  • Ein hohes Kundenziel (high DSO) bedeutet, dass ein Unternehmen lange darauf wartet, bis der Kunde seine Rechnung bezahlt und dadurch einerseits einen hohen Forderungsbestand und andererseits eine hohe Kapitalbindung aufweist.
  • Zusätzlich heißt ein hoher Wert, dass das Unternehmen de facto zum Kreditgeber seiner Kunden wird.
  • Schlussendlich bedeutet dies in der Regel, dass es Schwachstellen im Forderungsmanagement und im Mahnwesen gibt.


Niedriger DSO-Wert:

  • Eine geringe Debitorenlaufzeit (low DSO) hingegen führt zu einer niedrigen Kapitalbindung. Daraus ergibt sich wiederum ein geringer Kapitalbedarf und eine hohe Liquidität für das Unternehmen.
  • Das heißt, dass das Unternehmen nicht angehalten ist, auf verdientes Geld lange zu warten, was ihm nützt und dem Kunden nicht schadet.
  • Je niedriger der DSO-Wert bei einem Unternehmen ist, desto niedriger ist die Zinsbelastung und das Risiko für ausfallende Forderungen.

 

Warum ist ein niedriger DSO-Wert wichtig und wie kann man diesen erreichen?

Bei der Frage, wie man die Liquidität im Unternehmen verbessern kann, wird häufig auf zu hohe Einkaufspreise, Personal- oder Energiekosten eingegangen. Dabei ist die Kennzahl DSO eine eindeutige Größe zur Beurteilung der Liquidität. Ein niedriger DSO-Wert ist, wie bereits oben beschrieben, steht für eine hohe Liquidität und eine geringe Kapitalbindung bei niedrigerem Kapital. Er vermindert so das Risiko der Zahlungsunfähigkeit.

Damit der DSO-Wert geringer wird bzw. niedrig bleibt, bieten sich folgende Maßnahmen an:

  • Zahlungsfähigkeit der Kunden bewerten
  • Zahlungskonditionen anpassen
  • professionelles Forderungsmanagement
  • gut organisiertes Mahnwesen
  • optimiertes Klärungsmanagement

Kurz gesagt: Im Rahmen des verantwortungsvollen Credit Managements sollten Unternehmen alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um für zügige und zuverlässige Zahlungseingänge zu sorgen, Forderungsrisiken also zu senken, und so die Liquidität zu sichern.

Der Einsatz einer Cloud-Software wie Bilendo ist dabei besonders hilfreich.
Mit unserem DSO-Rechner können Sie direkt konkrete Zahlen errechnen und sehen, welche Hebelwirkung die Nutzung von Bilendo auf die Forderungslaufzeit (DSO) Ihres Unternehmens haben kann. 

 

 

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Mit Hilfe der Kennzahl Days of Sales Outstanding (DSO) lässt sich erschließen, wie lange Ihr Unternehmen durchschnittlich warten muss, bis ein Kunde seine Rechnung bezahlt. Eine Verbesserung des DSO-Werts wirkt sich positiv auf die Liquidität Ihres Unternehmens aus.