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Aufgaben im Forderungsmanagement

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Helena Loos am 25.04.2018

Ein gut funktionierendes und effizientes Forderungsmanagement ist das Fundament eines gesunden Unternehmens. Nur wenn Forderungslaufzeiten kurz gehalten und Zahlungsausfälle verhindert werden, kann langfristig eine gute Unternehmensliquidität und Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet werden.

Was bedeutet “Forderungsmanagement”?

Die meisten Unternehmen bieten ihren Kunden die Bezahloption “Kauf auf Rechnung” an. Die in den Rechnungen gesetzten Zahlungsziele werden jedoch häufig nicht eingehalten - im Rahmen des Forderungsmanagements muss das Unternehmen nun durch ein professionelles Mahnwesen versuchen, offene Forderungen durch verschiedene Maßnahmen einzutreiben und so die eigene Liquidität zu sichern.

Die Aufgaben im Forderungsmanagement

Die mit diesem Ziel verbundenen Aufgaben sind vielfältig, umfassen sie doch den gesamten Prozess nach der Leistungserbringung bis hin zu einer eventuellen gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem säumigen Kunden.

Grundsätzlich lassen sich die Tätigkeiten im Forderungsmanagement in drei Bereiche unterteilen:

1. Rechnungsstellung

Nach abgeschlossener Leistungserbringung muss zunächst dem Kunden die Tätigkeit oder Warenlieferung ordnungsgemäß in Rechnung gestellt werden.

2. Debitorenbuchhaltung

Nach der Rechnungsstellung muss die Forderung samt allen dazugehörigen Informationen verbucht werden, so wird zu jeder Forderung ein entsprechendes Zahlungsziel hinterlegt. Jede einzelne Transaktion zwischen dem Unternehmen und seinen Geschäftspartnern wird genau erfasst und verwaltet. Aus den gewonnenen Erkenntnissen über die Zahlungsmoral einzelner Kunden lassen sich so zudem Maßnahmen ableiten, um Zahlungsausfälle schon im Vorfeld zu vermeiden.

3. Mahnverfahren und Inkasso

Bleibt eine Forderung auch nach Ablauf der gesetzten Frist unbeglichen, gerät der Kunde in Zahlungsverzug. Nun muss ein wirksamer und stringenter Mahnlauf begonnen werden, der professionell auf die Bezahlung des offenen Betrags hinwirkt. Meist geht eine freundliche Zahlungserinnerung voraus, anschließend folgt die 1. Mahnung und die letzte Mahnung. Führt selbst die letzte Mahnung nicht zum Erfolg, wird die Forderung an ein Inkasso-Unternehmen weitergereicht, das sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln um die Durchsetzung bemüht. Versagen alle vorhergehenden Versuche des kaufmännischen und außergerichtlichen Mahnverfahrens, bleibt in letzter Instanz nur der Gang vor Gericht.

Fazit

Ein effizientes und erfolgreiches Forderungsmanagement ist für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens unerlässlich. Nur durch kurze Forderungslaufzeiten und die Vermeidung von Forderungsausfällen kann eine ausreichende Liquidität gewährleistet werden, um notwendige Investitionen zu tätigen - und damit den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.

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