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Die 4 Kennzahlen des Working Capital Managements: CCC, DIO, DSO, DPO

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Florian Kappert am 01.08.2018

Definition „Working Capital“

Mit dem Working Capital wird die Finanzkraft eines Unternehmens beschrieben. Es ergibt sich aus der Differenz zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Kurzfristige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Höhe des Wertes ist branchenabhängig.

Berechnung

Folgende Vermögenspositionen fließen mit ein:

  • liquide Mittel
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
  • Vorräte
  • geleistete Anzahlungen

Folgende Positionen sind abzuziehen:

  • kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • erhaltene Anzahlungen

Working-Capital-Kennzahlen-zur-Performancemessung

Behalten Sie den Überblick und steigern Sie die Performance mithilfe dieser Kennzahlen

Das Working Capital Management und seine 4 Kennzahlen

Um die Effizienz des Working Capital Managements steuern zu können, sind entsprechende Kennzahlen zur Performancemessung notwendig.

Cash Conversion Cycle (CCC)

Zur Messung des Working Capitals in Relation zur Umsatztätigkeit ist vor allem der so genannte Cash Conversion Cycle (CCC) von Bedeutung, also die Geldumschlagsdauer. Der CCC trifft eine Aussage über die Zeitspanne zwischen der eigenen Bezahlung von eingekauften Ressourcen und der Vergütung der damit erstellten Leistungen durch den Kunden.

Der Cash Conversion Cycle errechnet sich aus 3 Kennzahlen:

  1. Days Inventory Outstanding (DIO): misst die durchschnittliche Kapitalbindung im Vorratsvermögen. Diese Kennzahl beschreibt die durchschnittliche Lagerdauer (von der Einlagerung des Rohmaterials bis zur Auslieferung des Endproduktes).

  2. Days Sales Outstanding (DSO): beschreibt die durchschnittliche Bindung der Umsätze aus Forderungen. Diese Kennzahl entspricht der Debitorenlaufzeit und zeigt das durchschnittlich vom Kunden in Anspruch genommene Zahlungsziel auf.

  3. Days Payables Outstanding (DPO): beschreibt das Zahlungsverhalten des Unternehmens. Diese Kennzahl entspricht der Kreditorenlaufzeit und gibt an, wie lange das Unternehmen durchschnittlich Kredit bei seinen Lieferanten in Anspruch nimmt.

Fazit

Ein hoher CCC sagt aus, dass ein Unternehmen liquide und handlungsfähig ist, denn er beschreibt, dass das Umlaufvermögen (zumindest teilweise) aus langfristig verfügbarem Kapital finanziert wird. Ein zu hoher CCC ist allerdings nicht immer positiv zu bewerten, denn der könnte darauf hinweisen, dass das Unternehmen zu hohe Lagerbestände hat oder dass die liquiden Mittel nicht effizient genug eingesetzt werden. Das Umlaufvermögen ist zu stark gebunden.

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