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Die Sicherheit in der Cloud

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Joseph Strietzel am 16.01.2018

Cloud Lösungen bieten sowohl für Privatnutzer als auch Unternehmen kosteneffiziente und benutzerfreundliche Tools für den Alltag. Bei Cloud Computing kann man auch nicht mehr von einem Hype sprechen, mittlerweile ist es laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bereits zum Standard avanciert. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der Sicherheit der Cloud-Lösungen: Können Daten guten Gewissens und sicher in der Cloud gespeichert werden?

Gerade Unternehmen scheuen - verständlicherweise - oft davor zurück, sensible Daten in vermeintlich fremde Hände zu legen. Aktuell setzen laut Bitkom Research schon 65% der Unternehmen in Deutschland auf Cloud-Lösungen* und laut der jährlich erscheinenden Studie “Cloud-Monitor” hält die überwiegende Mehrheit der Nutzer die Cloud sogar für sicherer als herkömmliche IT-Systeme.

Vorurteile treffen auf Schutzmaßnahmen

  • Viele Unternehmer befürchten, dass Cloud Anbieter die unternehmenseigenen Daten nicht in Deutschland oder weiteren Ländern der EU speichern, sondern beispielsweise in den USA. In Nicht-EU-Ländern finden andere Gesetze Verwendung, ein dem europäischen Datenschutz entsprechender Standard scheint fraglich, so die Befürchtung. Um dieser Sorge entgegenzutreten, lassen sich einige Cloud Anbieter Deutschland als Speicherort der Daten zertifizieren. So erhält der Nutzer die Garantie, dass seine Daten nur in vorher festgelegten Rechenzentren gespeichert werden.
  • Der Datenschutz spielt beim Thema Cloud Computing eine hervorgehobene Rolle. Um allen gesetzlichen Anforderungen zu genügen, kann ein inländischer Datentreuhänder eingeschaltet werden, der dafür Sorge trägt, dass Kundendaten nach nationalem Recht behandelt werden.
  • Ein IT-Systemausfall kann die Arbeit in einem Unternehmen stark beeinträchtigen. Dementsprechend hat die Ausfallsicherheit der genutzten Cloud-Lösung eine hohe Priorität. Die Fähigkeit, auch bei Ausfall einzelner Komponenten ohne Probleme weiterarbeiten zu können, wird als Hochverfügbarkeit bezeichnet. Mittlerweile sind hochverfügbare Cloud-Lösungen etabliert, doch ab wann gilt eine Lösung als “hochverfügbar”? Der weltweite Berufsverband aus den Bereichen Elektrotechnik und Informationstechnik, das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), sieht eine Hochverfügbarkeit bei 99,99% Verfügbarkeit gegeben - dies entspricht einer Ausfallzeit von bis zu 52:36 Minuten im Jahr. Diese Ausfallzeit ist für einige Betriebe dennoch zu hoch. Aus diesem Grund stehen auf dem Markt auch Lösungen zur Verfügung, die eine noch höhere Ausfallsicherheit bieten.
  • Der unberechtigte Zugriff auf fremde Daten durch Hacker hat dazu geführt, dass immer bessere Verschlüsselungstechnologien Verwendung finden. Mit Hilfe von Verschlüsselungssoftware können sensible Inhalte so verschlüsselt werden, dass sie für Dritte, die nicht über den benötigten Schlüssel verfügen, einsehbar sind. Zur Verschlüsselung wird auf verschiedene aktuelle Technologien zurückgegriffen. Für die Entschlüsselung muss der Anwender den benötigten Zugangsschlüssel besitzen. Um einen unberechtigten Zugriff während der Übertragung der Daten zu verhindern, setzen viele Cloud-Anbieter auf die SSL Verschlüsselung: Vom Sender verschickte Daten sind auf diese Weise nur für den bestimmten Empfänger einzusehen.

Je nach verwendeter Cloud-Lösung können verschiedene Schutzmaßnahmen sinnvoll sein. So stellen Unternehmen sicher, dass sensible Daten auch künftig nicht in die falschen Hände geraten.

Fazit

Cloud Computing ist weiterhin auf dem Vormarsch und die Anzahl der Angebote wächst ständig. Umso wichtiger ist es, sich auf Zertifizierungen verlassen zu können, die von Institutionen nach standardisierten Vorgaben vergeben werden. Auf diese Weise kann ein Unternehmen von den Vorteilen des Cloud Computing profitieren und auch im Hinblick auf die sicherheitstechnischen Aspekte alle Vorgaben erfüllen.

*siehe Bitkom Research, 2017, Cloud Monitor

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