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Die Vorteile von cloudbasierten Lösungen

Thumb bilendo julia

Julia Urban am 27.03.2018

Früher bedeutete es meist einen größeren Aufwand, wenn eine neue Software in Betrieb genommen werden sollte: Der Datenträger musste im Handel erworben, das Programm auf jedem einzelnen Computer installiert und eingerichtet werden. Im Falle eines Updates war eine aufwendige Prozedur nötig: Zunächst musste das Update geladen und anschließend manuell eingespielt werden. Je komplexer eine Software aufgebaut war, desto komplizierter und zeitintensiver gestaltete sich zudem die Schulung der Mitarbeiter.

Bei mehreren verwendeten Programmen war der Aufwand dementsprechend hoch - vor allem wenn man bedenkt, dass viele Softwarelösungen gar nicht alle benötigten Funktionen umfassen.

Schneller, höher, weiter...

In Zeiten immer schnellerer Internetanbindungen gewinnen Software-Lösungen aus der Cloud massiv an Bedeutung. Während mit einem DFÜ-Modem lediglich Verbindungsgeschwindigkeiten von maximal 56 Kbit/s erreicht wurden, sind heute Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s keine Seltenheit - das Ende der Fahnenstange ist damit aber noch lange nicht erreicht. Es geht also heutzutage schneller, den Inhalt einer DVD aus dem Internet zu laden als zum nächstgelegenen Geschäft zu fahren und dort den Datenträger zu erwerben.

Es regnet Lösungen aus der Cloud

Dieser technische Fortschritt ermöglicht es Softwareentwicklern, eine Vielzahl an Lösungen für nahezu jeden Bedarf bereitzustellen.

Gegenüber herkömmlicher Software bestehen mehrere Vorteile:

  • Die Software wird direkt vom Hersteller bezogen, der Umweg über den Fachhandel und die damit verbundenen Mehrkosten entfallen. So kann ein kostengünstiges Produkt vertrieben werden, sämtliche Einnahmen kommen den Entwicklern zugute.
  • Das Programm ist sofort einsatzbereit, eine langwierige Installationsprozedur entfällt. Möglich wird das dadurch, dass die Software nicht auf der eigenen Festplatte oder dem unternehmenseigenen Server installiert werden muss, sondern als lauffähige Softwareumgebung auf Servern des Anbieters verfügbar ist.
  • Der Zugriff auf die Software und somit auf alle Funktionen findet meist komfortabel über den Browser statt.
  • Die Software kann ortsunabhängig und von verschiedenen Endgeräten bedient werden. Ein Unternehmer kann etwa über sein Smartphone vom Flughafen aus nachsehen, ob seine Kunden bereits gezahlt haben oder eine Mahnung verschickt wurde.
  • Die Software ist stets aktuell, sämtliche Updates werden vom Anbieter direkt integriert und sind somit unverzüglich für die Anwender verfügbar.
  • Verbesserungswünsche der Kunden können rasch in die Software implementiert und zur Verfügung gestellt werden.
  • Selbst für ausgefallene Bedarfe gibt es Cloud-Lösungen und täglich kommen neue Angebote auf den Markt.
  • Die meisten Softwarelösungen aus der Cloud werden als monatlich kündbare Abonnements angeboten. Größere Investitionen sind demzufolge nicht nötig.
  • In der Regel ist Cloud-Software frei skalierbar und kann ideal an die wachsenden Bedürfnisse des eigenen Unternehmens angepasst werden.
  • Praktisch ist zudem die Möglichkeit, Programme aus der Cloud in die bestehende IT-Umgebung zu integrieren. So kann herkömmliche Software erweitert und zu einer umfangreichen Lösung ausgebaut werden.
  • Mit Hilfe von Cloud-Tools lassen sich aufwendige Prozesse im Unternehmen vollständig automatisieren. Dadurch werden wichtige Bereiche des Unternehmens entlastet, beispielsweise durch eine Debitorenmanagement-Lösung, die den gesamten Prozess ab Rechnungsstellung automatisiert und somit für freie Ressourcen im Unternehmen sorgt.

Die Sache mit der Sicherheit

Die Sorge vor Datendiebstahl lässt viele Unternehmer davor zurückschrecken Cloud-Software zu verwenden - dabei sind Cloud-Systeme in der Regel besser vor fremden Zugriffen geschützt als gängige Rechner in Unternehmen.

Um einen umfassenden Schutz zu garantieren, müssen einige Punkte beachtet werden:

  • Die Verwendung aktueller Verschlüsselungstechnologien gewährleistet ein hohes Maß an Sicherheit. Die Verschlüsselung nach aktuellem SSL-Standard sorgt dafür, dass von einem Absender übermittelte Daten nur für den Empfänger einsehbar sind.
  • Vor Auswahl der Software sollte mit dem Anbieter geklärt werden, wo die Daten gespeichert werden. Im Umgang mit sensiblen Daten ist es ratsam darauf zu achten, dass diese nur auf deutschen Servern und nicht auf Servern in Ländern mit anderen Datenschutzbestimmungen liegen.

Fazit

In Deutschland setzen bereits rund zwei Drittel aller Unternehmen auf die Cloud - Tendenz steigend.* Das ist auch kein Wunder, schließlich gibt es für fast jeden denkbaren Zweck geeignete kostengünstige Lösungen aus der Cloud, die einen erheblichen Mehrwert für das Unternehmen bieten.

*Bitkom Research, 2017, Cloud Monitor

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