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EBIT - Was das ist und was es zu beachten gilt

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Florian Kappert am 28.06.2018

Kurz und bündig

EBIT ist eine Kennzahl in Prozent, die die Gewinnmarge eines Unternehmens angibt. Die Abkürzung EBIT steht für Earnings Before Interest and Taxes, zu Deutsch „Gewinn vor Zinsen und Steuern“.

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Im Detail

Die EBIT-Marge ist eine Variante der Umsatzrendite und trifft eine Aussage über die Rentabilität eines Unternehmens. Die Formel lautet: EBIT= EBIT / Umsatz x 100 %

Beispielrechnung: Ein Unternehmen erwirtschaftet einen Gewinn (EBIT) von 8.000 Euro, der Jahresumsatz beträgt 65.000 Euro. Die EBIT-Marge beträgt dann 12,3 Prozent (8.000 / 65.000 = 0,123). Ein Richtwert existiert nicht, generell gilt: je höher der Wert, desto besser.

Angezeigt wird, wie profitabel ein Unternehmen vor Zins- und Steuerabzug innerhalb eines Jahres wirtschaftet.

Die Kennzahl macht einen internationalen Vergleich von Unternehmen gleicher Branche möglich: Durch den Ausschluss von national unterschiedlichen Steuern und Finanzierungsbedingungen ist der Vergleich der Ertragskraft von Unternehmen aussagekräftiger, und zwar unabhängig von der individuellen Kapitalstruktur.

Hintergrund ist, dass Unternehmen mit einer höheren Eigenkapitalquote aufgrund geringerer Fremdkapitalkosten tendenziell besser (bei der Verwendung des Jahresüberschusses bzw. der Netto-Umsatzrendite) abschneiden. Die EBIT-Marge liefert einen aussagekräftigeren Wert.

Im Unternehmensalltag

Die EBIT-Marge drückt den Spielraum aus, den ein Unternehmen bei der Preisgestaltung hat. Mit einer hohen Marge lassen sich Umsatzrückgänge leichter abfedern, sie ist ein Puffer für schlechte Zeiten.

Hohe Margen sind zudem ein Qualitätskriterium für eine Aktie, denn sie bedeuten ein geringeres Risiko für die Anlage.

Beeinflusst wird die EBIT-Marge u. a. durch:

  • erhöhte oder verringerte Umsatzerlöse
  • gestrafftes Kostenmanagements
  • erhöhte Abschreibungen

Grenzen der Aussagekraft

Von der EBIT-Marge nicht erfasst, werden immaterielle Vermögenswerte und die Nutzung immaterieller Vermögensgegenstände. Hier besteht ein gewisser Ermessensspielraum, der teilweise von der EBITDA-Marge neutralisiert wird.

EBITDA = Earnings Before Interests, Taxes, Depreciation and Amortisation: D und A stellen eine Erweiterung bzw. Bereinigung dar, die die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände berücksichtigt.

In kapitalintensiven Branchen und bei jüngeren Unternehmen können hohe Abschreibungen das operative Ergebnis stark beeinflussen. Ein Vergleich mit anderen Unternehmen führt zu keinem aussagekräftigen Befund mehr.

Fazit

Will man das operative Geschäft einer Unternehmens darstellen, sind Größen notwendig, um sie zu veranschaulichen und vergleichbar zu machen. Die EBIT-Marge ist eine Ertragskennzahl für die Erfolgsstrukturanalyse eines Unternehmens, die Faktoren wie Steuern- und Zinsbelastungen eliminiert.

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