Face-on Julia Houben von Paylobby, dem innovativen Start-up im Fintech-Bereich

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Bilendo Face-on: Die Interview-Serie. Heute spreche ich mit Frau Houben, Mitgründerin und Geschäftsführerin der Paylobby GmbH. Bilendo Face-on: Die Interview-Serie. Heute spreche ich mit Frau Houben, Mitgründerin und Geschäftsführerin der Paylobby GmbH.

Über Julia Houben:

Julia Houben ist Co-Founder und Geschäftsführerin bei der Paylobby GmbH in München. Das Unternehmen betreibt das Vergleichsportal paylobby.com, das E-Commerce-Unternehmen die Suche nach dem passenden Payment-Anbieter erleichtert.

Wir freuen uns sehr, Sie als Interviewpartnerin für unsere Interviewreihe Face-on sprechen zu dürfen.

Wie nutzen Unternehmen ihr Payment als Wettbewerbsfaktor im E-Commerce?

[Julia Houben]: „Ein Wettbewerbsfaktor bei E-Commerce-Unternehmen ist das Angebot der passenden Bezahlmethoden und die Wahl eines geeigneten Payment Service Providers. Laut der ECC-Payment-Studie 2017 brechen 40 % der Konsumenten den Einkauf ab, wenn ihre präferierte Zahlungsmethode nicht angeboten wird. Präferenzen hinsichtlich Zahlungsarten ändern sich ebenso wie Betrugsmethoden im Online-Payment. Mit der Integration des richtigen Payment Service Providers (PSPs) erhöhen Unternehmen ihre Conversion-Rate im Checkout, optimieren ihr Risikomanagement und ihre Kostenstrukturen.”

Was macht ein Payment Service Provider und welche Aufgaben hat er?

[Julia Houben]: „Üblicherweise binden Unternehmen verschiedene Zahlungsverfahren in ihren Bestellvorgang ein. In Deutschland sind der Rechnungskauf, Kreditkarten, Lastschriftverfahren, Sofortüberweisung und Paypal beliebt. Um die verschiedenen Zahlungsverfahren in den Online-Shop zu integrieren, wird ein Zahlungsdienstleister, der Payment Service Provider genutzt. Der Dienstleister übernimmt zum einen die technische Anbindung der Zahlungsmethoden an Online-Shops mittels spezieller Schnittstellen, zum anderen steuert er die automatisierte und zentrale Verarbeitung der Kundenzahlungen. Übernimmt der PSP auch das sogenannte „Collecting“, sammelt er die Zahlungen ein und gibt sie gebündelt mit den entsprechenden Auswertungen für das Controlling oder die Buchhaltung an den Händler weiter.

Bietet das E-Commerce-Unternehmen Kreditkarten als Zahlungsmethode an, benötigt es zusätzlich Akzeptanzverträge. Diese werden mit den Acquirern geschlossen. Einige PSPs bieten das Acquiring selbst mit an. Andere vermitteln die Acquirer, mit denen das Unternehmen dann einen separaten Akzeptanzvertrag schließt.”

Welche weiteren Leistungen können Payment Anbieter abbilden?

[Julia Houben]: „Eine wichtige Leistung der Payment Anbieter ist das Risikomanagement oder auch Fraud Management genannt. Mit Hilfe verschiedener Risikomanagement-Systeme und Regeln soll der sogenannte Friendly Fraud – zum Beispiel Retouren von genutzten Produkten - und gezielte Betrugsmethoden gemindert beziehungsweise ausgeschlossen werden.

Ist der Shop international aktiv, spielen Leistungen wie eine dynamische Währungsumrechnung, die Einbindung lokaler Acquirer oder die Darstellung mehrerer Währungen eine wichtige Rolle.”

Welche Vorteile bietet die Nutzung eines Payment Anbieters für E-Commerce-Unternehmen?

[Julia Houben]: „Die Integration bietet auf vielen Ebenen einen Mehrwert. Zunächst spart sich der Händler eine Menge Zeit und Aufwand. Händler haben durch die Zusammenarbeit die Möglichkeit, auf viele Zahlungsverfahren zurückzugreifen und diese mit wenigen Klicks zu- oder abzuschalten. Ohne einen PSP müsste mit jedem Zahlart-Anbieter ein gesonderter Vertrag eingegangen und jeweils individuelle Konditionen ausgehandelt werden. Auch die technische Anbindung müsste selbst oder über einen externen Dienstleister vorgenommen werden. Bindet der Händler Kreditkarten als Zahlungsart ein, wird dies fast immer über einen PSP abgewickelt, da er sich so den aufwendigen und teuren Prozess für die PCI-Compliance spart.”

Auf was sollten Händler bei der Auswahl eines PSPs achten?

[Julia Houben]: „Ein wichtiger Faktor bei der Auswahl eines geeigneten Zahlungsanbieters sind die angebotenen Bezahlmethoden. Um seine Conversion-Rate auf das bestmögliche Level zu bringen, muss der Händler die Zahlungsmittel anbieten, die bei seiner Branche, seiner Kunden-Zielgruppe und seinem Zielmarkt gefragt sind. Dann kann sich der Händler auf die Integration und die zusätzlichen Leistungen der Zahlungsanbieter fokussieren. Welche PSPs sind mit seinem Shopsystem kompatibel? Welche Risikomanagement-Lösungen sind im Paket enthalten oder werden zusätzlich angeboten?”

Wie unterstützt Paylobby E-Commerce-Unternehmen?

[Julia Houben]: „Paylobby.com hilft E-Commerce-Unternehmen kostenlos, ihr Payment zu optimieren und den passenden Payment-Anbieter zu finden. Mittelständische Unternehmen, Start-ups ebenso wie internationale Konzerne haben in der Vergangenheit Wochen in Recherche und Angebotsanfragen investiert. Nun erhalten sie auf Paylobby in wenigen Schritten individuelle Angebote, die direkt auf die individuellen Unternehmensanforderungen zugeschnitten sind. Wer weitere Informationen rund um das Thema Payment sucht, findet auf der Seite Informationen zum internationalen E-Commerce, einzelnen Länderprofilen sowie Ratgeber zu allgemeinen Payment-Themen und bei Bedarf eine kostenlose Erstberatung.”

Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf Payment-Anbieter?

[Julia Houben]: „Die digitale Transformation stellt das traditionelle Geschäftsmodell der Banken vor große Herausforderungen. Es werden ganze Teile der Wertschöpfungskette digitalisiert und die User Experience der Kunden teilweise vollkommen neu definiert. Payment Service Provider haben sich in der Entwicklung als wichtiger Partner der E-Commerce-Unternehmen etabliert. Sie stellen für die Unternehmen sicher, dass die Zahlung sicher und schnell abgewickelt werden. Der Endkunde bekommt den im Hintergrund ablaufenden Kontakt zu seiner kontoführenden Bank nicht mit. Entwicklungen im Mobile Commerce oder Voice Commerce werden für weitere Veränderungen bei den Payment Anbietern sorgen.“


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