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Praktikum in einem Startup - Lohnt es sich?

Thumb bilendo julia

Julia Urban am 12.03.2018

Jeder Schüler, Auszubildende und Studierende kennt es: Das (Pflicht-)Praktikum. Es soll im Idealfall dem heranwachsenden Arbeitnehmer einen ersten Eindruck des jeweiligen Berufes vermitteln und eine Orientierung im Arbeitsmarkt verschaffen. Richtig eingesetzt, kann der Praktikant wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse mitnehmen und das Unternehmen gewinnt einen engagierten Mitarbeiter für die Zukunft.

In diesem Artikel berichtet Franzi, unsere Praktikantin, wieso Sie sich für ein Praktikum in einem Startup entschieden hat und von ihren ersten Erfahrungen im Berufsleben.

Die Qual der Wahl - Welcher Beruf passt zu mir?

Wie die meisten meiner Freunde habe auch ich mir immer wieder die Frage gestellt, was ich nach meinem Abitur machen möchte. Nach reiflicher Auseinandersetzung mit zahlreichen Studiengängen und Berufsbildern kam ich zu dem Entschluss, etwas zu studieren, was mir einen brachen- und abteilungsübergreifenden und tieferen Einblick in die Arbeitswelt ermöglicht. Das BWL-Studium schien mir dafür bestens geeignet zu sein.

Aber auch hier holte mich die zentrale Frage schneller ein als gedacht, da bereits im dritten Semester ein Praktikum vorgesehen war. Zu dem Zeitpunkt konnte ich nur nach dem Ausschließungsverfahren vorgehen und danach, was mein Interesse am meisten geweckt hat. Eine der spannendsten und interessantesten Lehrveranstaltungen besuchte ich gleich im ersten Semester: die Marketingvorlesung. Die heutigen Möglichkeiten ein Unternehmen zu präsentieren, Produkte zu bewerben oder mit dem Kunden in Interaktion zu treten, haben mich beeindruckt und sehr neugierig werden lassen. Zudem könnte ich meine Affinität für Zahlen und meine analytische Herangehensweise gut einbringen. Ich folgte diesem ersten Bauchgefühl und begann nach Ausschreibungen für ein Praktikum im Marketing zu suchen.

Schnell fiel mir eines auf: Nahezu jedes Unternehmen bietet (Pflicht-)Praktika im Bereich Marketing an, zum einen wohl aus wirtschaftlichen und betrieblichen Gründen, um Geld zu sparen und zum anderen aus zeitlichen Aspekten. Schließlich bringt es weder dem Praktikanten noch dem Unternehmen etwas, wenn das Praktikum mit dem Onboarding-Prozess endet.

Umso mehr Stellenausschreibungen ich mir durchgelesen habe, umso schwieriger war es, mich für ein Unternehmen beziehungsweise für die für mich richtige Unternehmensgröße zu entscheiden. Konzern, KMU oder doch ein Startup?

Wie groß ist groß genug: Startup oder Konzern?

Während große Unternehmen mit einer verhältnismäßig großzügigen Bezahlung und einer gigantischen Infrastruktur meist ganz oben auf den Recruiting Seiten warben, gelang es den Startups, mit Aufgeschlossenheit, flachen Hierarchien und einem breiten Aufgabenspektrum mein Interesse zu wecken. Darüber hinaus befassen sich die meisten Startups mit innovativen und zukunftsweisenden Themen und bedienen sich dabei neuester Technologien. Dem gegenüber stehen Tradition, jahrzehntelanger Erfolg und klare Strukturen. So stand ich vor der Entscheidung: Herausforderung vs. Sicherheit. Für Berufseinsteiger wie ich es bin, wäre die Kombination aus beidem ideal. Schließlich wäre es sehr ärgerlich, wenn das Praktikum aus betrieblichen Gründen nicht beendet werden könnte.

Nach weiteren Recherchen erfuhr ich, dass ein Startup verschiedene Entwicklungs- und Finanzierungsstufen durchlaufen kann. Diese Stages Seed, Early, Later und Exit, können so ein Indikator für den Fortbestand des Unternehmens sein und mir die nötige “Sicherheit” vermitteln. Einer Bewerbung bei einem Startup stand nun nichts mehr im Wege und ich begann nach entsprechenden Stellenanzeigen Ausschau zu halten.

Nach kurzer Zeit wurde ich auf das Gesuch von Bilendo aufmerksam, die mit ihrer cloudbasierten Software und der erst kürzlich erfolgreichen Finanzierungsrunde alle mir wichtigen Voraussetzungen erfüllten. Zudem wurde die noch junge Firma zum Fintech des Jahres gewählt, so überzeugte mich das ausgeschriebene Praktikum im Online-Marketing vollends. Nur wenige Tage nach meiner Bewerbung hatte ich ein durchweg positives und sehr sympathisches Gespräch mit Florian, einem der drei Gründer. Er nahm sich viel Zeit mich kennenzulernen, ging auf jede meiner Fragen ein und nahm mir all meine Unsicherheiten. Mein erstes “richtiges” Bewerbungsgespräch hatte ich mir definitiv aufreibender vorgestellt. Sichtlich erleichtert, mit einem guten Bauchgefühl und einem Praktikumsvertrag in der Hand, verließ ich das zentral gelegene Office, in dem Wissen, dort meine ersten beruflichen Erfahrungen machen zu können.

Praktikantin mit Verantwortung

Bereits an meinem ersten Tag wurde ich in alle Abläufe und Prozesse eingebunden und vom gesamten Team sofort integriert. Im Onboarding zeigte mir Florian alles über die Software-as-a-Service-Lösung Bilendo , den Customer-Needs und den Zusammenhängen auf dem Markt. Die ersten “Aha-Momente” zu den in der Uni bereits vermittelten theoretischen Kenntnissen kamen auf. Nur kurze Zeit später arbeitete ich mit meiner Kollegin an den ersten Google-Kampagnen. Wir schrieben Anzeigen, werteten die gewonnenen Informationen und Daten aus und bauten neue Strukturen und Landingpages. Kurzum: Ich gestaltete von Beginn an den gesamten Aufbau der Werbekampagnen mit und durfte so verantwortungsvolle Aufgaben eigeninitiativ übernehmen. Ganz nach dem Motto “learning by doing”! Dies hat natürlich sowohl Vor- als auch Nachteile. So kam es auch schon mal vor, dass die getane Arbeit zu Teilen komplett umgeworfen werden musste, da neu gewonnene Erkenntnisse völlig andere Maßnahmen erforderten. An den richtigen Stellschrauben gedreht, hatte dies wiederum einen sofortigen und positiven Effekt auf das Ergebnis.

Durch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Teams erhielt ich zudem tiefe Einblicke in andere Unternehmensbereiche wie dem Vertrieb, der Programmierung oder dem Content-Marketing. Das wäre in einem Praktikum bei einem größeren Unternehmen nahezu undenkbar.

Bilendo wächst mit seinem Team

Mit jedem Tag der vergeht lerne ich Neues und wachse so an meinen Aufgaben, so auch das gesamte Team. In einem Startup gibt es immer was zu tun, zumal es nie genügend helfende Hände gibt. Mit der Zunahme an Kunden, wachsen auch die Ansprüche und Wünsche, die es umzusetzen gilt. In dem letzten Jahr hat sich die Anzahl der Mitarbeiter mehr als verdoppelt und das Team wächst kontinuierlich weiter. Erst letzte Woche hat Benjamin, aus London, bei uns angefangen.

Das junge und internationale Team bringt eine angenehm vielfältige Arbeitsatmosphäre mit sich und sorgen so für ein durchweg angenehmes Klima. Im regen Austausch untereinander, bei einem Plausch in der Küche oder in ernsthaften Meetings, lernen und helfen wir einander. Selbst die Gründer Flo, Jakob und Markus sind immer ansprechbar und haben stets ein offenes Ohr für jeden von uns.

Vom Praktikum zur Festanstellung

Die Zeit verging rasend schnell und ehe ich mich versah, waren die letzten Tage meines Praktikums angebrochen. Nachdem mir diese Praxiserfahrung viel Spaß bereitet und eine erste Vorstellung vom späteren Berufsleben vermittelt konnte, nahm ich das Jobangebot, als Werkstudentin dem Team erhalten zu bleiben, selbstverständlich und mit großer Freude an. Heute arbeite ich nach wie vor im Online-Marketing und unterstütze das Team in allen Belangen.

Mein Fazit

Das Praktikum in einem Startup ermöglichte mir einen abteilungsübergreifenden Einblick und bot mir die Gelegenheit den Aufbau verschiedenster Projekte und Vorhaben von Anfang an mitzugestalten. Anstelle alter, fest etablierter Prozesse und Vorgehensweisen, denen es sturr zu folgen gilt, kann ich eigene Ideen einbringen und in sämtliche Bestrebungen einfließen lassen. Mit Sicherheit geht es in einem so jungen Unternehmen oftmals turbulenter zu, als in einem bereits über Jahrzehnte etablierten Unternehmen. Wer sich jedoch einbringen und mitgestalten, früh Verantwortung übernehmen möchte, ist in einem Startup genau richtig.

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