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Vorsteuerabzug bei der E-Rechnung? Eine Frage der Echtheit

#Kommunikation

Durch den Versand von E-Rechnungen ist es für Unternehmen möglich, Zeit und Kosten zu sparen. Trotzdem haben viele Vorbehalte gegen diese Form der Rechnung, zum Beispiel weil nicht klar ist, ob ein Vorsteuerabzug möglich ist. Kurz gesagt: Ist möglich. Die Hintergründe liegen im Detail.

Gleichgestellt: digitale und physische Rechnung

Mit dem Steuervereinfachungsgesetz aus dem Jahr 2011 wurde der Grundstein für die Gleichstellung zwischen digitaler und physischer Rechnung gelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt musste es eine ordnungsgemäße Signatur auf der E-Rechnung geben, damit diese umsatzsteuerrechtlich nutzbar war. 

Allgemein gelten für elektronische Rechnungen die gleichen Bedingungen wie für schriftliche Rechnungen. Der Inhalt, die Pflichtangaben sowie die Aufbewahrungsfrist sind dieselben. 

Vorsteuerabzug bei der E-Rechnung
Viele Wege führen zum Vorsteuerabzug

Die digitale Signatur

Vor dem Steuervereinfachungsgesetz musste eine qualifizierte elektronische Signatur vorhanden sein, damit die E-Rechnung für den Vorsteuerabzug gültig war. Dies führte dazu, dass besonders für kleine Unternehmen die elektronische Rechnung keine Alternative dargestellt hat. Der Aufwand bei der Erstellung einer digitalen Signatur war höher als der daraus entstehende Nutzen. Durch die Gesetzesänderung wurde die elektronische Signatur hinfällig.

 

Vorsteuerabzug bei der E-Rechnung

Um bei der elektronischen Rechnung den Vorsteuerabzug geltend zu machen, ist es nötig, die Echtheit dieser nachweisen zu können. Der Beleg der Echtheit einer E-Rechnung kann nach Art. 233 der Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie (MwStSyRL) auf zwei Wegen erfüllt werden:

  • technische Verfahren

  • innerbetriebliche Kontrolle

 

Technisches Kontrollverfahren

Trotz der Abschaffung der Pflicht zur elektronischen Signatur kann diese weiterhin die Echtheit einer Rechnung belegen und auch dafür verwendet werden. Ebenfalls bietet der elektronische Datenaustausch EDI eine Möglichkeit als Beweis.

 

EDI

Beim Electronic Data Interchange (EDI) handelt es sich grundsätzlich um ein Datenverarbeitungskonzept, bei dem digitale Dokumente statt physische verwendet werden. Diese standardisierten Daten werden dann zwischen Computern ausgetauscht. Der Vorteil hierbei ist, dass die Wahrscheinlichkeit von Datenfehlern sehr gering ist, beziehungsweise überhaupt nicht vorhanden ist. 

 

Innerbetriebliche Kontrolle

Deutlich einfacher ist dies auf dem Weg der betriebsinternen Kontrolle zu erledigen. Diese fällt in den Aufgabenbereich des Rechnungsempfängers. Das heißt, dass der Unternehmer kontrolliert, ob die auf der empfangenen Rechnung fakturierten Leistungen mit den erhaltenen identisch ist. 

 

Fazit

Mit der Abschaffung der verpflichtenden digitalen Signatur wurde eine große Hürde für die Nutzung von elektronischen Rechnungen genommen und der Weg frei gemacht für die umfassenden Vorteile. Durch die ausgeweiteten Möglichkeiten, die Echtheit nachzuweisen und den damit verbundenen Vorsteuerabzug zu nutzen, profitieren Betriebe jeglicher Größe von E-Rechnungen. Seitdem entwickeln diese sich zu einem unverzichtbaren Teil der heutigen Geschäftswelt.

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