Wie viele Geschäftsleute scheuen vielleicht auch Sie davor zurück, die Leistungen eines Inkassounternehmens in Anspruch zu nehmen. Die häufigsten Gründe dafür sind:

  1. Sie wollen das Forderungsmanagement lieber nicht aus dem Haus geben, sondern selbst stemmen.

  2. Die Kunden könnten irritiert reagieren, wenn eine dritte Partei in Ihr Geschäftsverhältnis tritt und die Forderung eintreibt.

  3. Die beim Forderungseinzug entstehenden Kosten fallen womöglich auf Sie zurück.

Diese Argumente sind nachvollziehbar, aber nicht in Stein gemeißelt. Im Gegenteil kann es grob fahrlässig für Ihr Unternehmen sein, wenn Sie sich durch diese davon abhalten lassen, ein Inkassounternehmen rechtzeitig hinzuzuziehen.

Im Folgenden setzen wir uns ausführlich mit den oben genannten Punkten auseinander. Danach können Sie selbst entscheiden, welcher Weg der bessere für Sie und Ihr Unternehmen ist.

 

Zu 1. Forderungsmanagement selbst stemmen


Oder: Die Sache mit dem Aufwand

Konsequentes Forderungsmanagement bedeutet enormen Aufwand für Ihre Buchhaltungsabteilung. Zeit, Personal und Kosten sind gebunden. Das erhöht den Kostendruck, der ohnehin durch offene Forderungen besteht, noch weiter. 

Aber klar ist, offene Forderungen erhöhen das Forderungsrisiko und gefährden Ihre Liquidität, schwächen womöglich das Wachstum Ihres Unternehmens. 

Einsatz Inkassounternehmen

In einem Inkassounternehmen arbeiten die Profis der Branche. Nutzen Sie den breiten Erfahrungsschatz dieser Leute, denen alle juristischen und kaufmännischen Schachzüge bekannt sind, um fällige Forderungen einzutreiben. Sie sind ganzheitliche Dienstleister, die in Ihrem Namen auftreten und Ihre Interessen vertreten – ohne die Interessen Ihrer Kunden zu ignorieren.

Dieser Aspekt führt uns zum nächsten Punkt:

 

Zu 2. Mögliche Irritation des Kundenverhältnisses


Oder: Kulanz mit Grenzen

Im Sinne der Kundenorientierung empfiehlt es sich, offene Forderungen erst einmal selbst einzutreiben und säumigen Kunden Zeit und Raum zu geben, das Versäumte nachzuholen. Dabei können Sie sich unterstützen lassen durch eine entsprechende Credit-Management-Plattform, die Sie vom Forderungsmanagement entlastet und dieses optimiert. 

Aber: Kundenorientierung ist eine Gratwanderung. Denn so wichtig diese ist, so leicht kann sie nach hinten losgehen. In den meisten Fällen stecken handfeste Zahlungsschwierigkeiten hinter dem Verzug und da hilft auch ein gut organisierter Mahnprozess nichts. Der Forderungsausfall wird zur Wahrscheinlichkeit. Dieses Risiko sollten Sie frühzeitig abwenden. 

Eine gut organisierte Credit-Management-Plattform leistet durch Kreditversicherung und Factoring Unterstützung, um auf Basis einzelner Forderungen Forderungsrisiken zu minimieren. Informieren Sie sich, welche Maßnahme für Sie sinnvoll und wann der Anruf bei einem Inkassounternehmen geraten ist.

Einsatz Inkassounternehmen

Vergessen Sie das realitätsfremde Bild muskelbepackter Geldeintreiber, die Ihren säumigen Kunden die Tür eintreten. Die Mitarbeiter eines Inkassounternehmens suchen kundenorientiert und fair nach einer Lösung, beraten umfassend beide Seiten und unter Berücksichtigung Ihres Geschäftsverhältnisses. Sie sollen auch in Zukunft noch mit diesem Kunden zusammenarbeiten können.

 

Zu 3. Anfallende Kosten


Oder: Details beachten

Im generellen Fall gilt, dass nicht Sie, sondern Ihr Kunde die anfallenden Kosten für den Forderungseinzug durch ein Inkassounternehmen trägt. Um zu vermeiden, dass diese Kosten doch auf Sie zurückfallen, sollten Sie Verschiedenes beachten:

  • Ihre Forderung muss rechtmäßig sein.

  • Prüfen Sie, ob der Kunde gute Gründe hatte, nicht zu zahlen.

  • Trödeln Sie nach Fälligkeit nicht, mahnen Sie sofort.

  • Ziehen Sie den selbst gestemmten Mahnprozess gut organisiert durch.

  • Wenden Sie sich frühzeitig an ein Inkassounternehmen.

Einsatz Inkassounternehmen

Je nach Zahlungsfähigkeit Ihres säumigen Kunden bleibt ein Restrisiko für den tatsächlichen Forderungsausfall inklusive Prozesskosten bei Ihnen. Aber genau diesen Punkt wollen die Fachleute eines Inkassounternehmens vermeiden, denn sie sind primär Ihrem Auftraggeber, also Ihnen verpflichtet. Dazu bieten sie ihr ganzes Know-how auf und arbeiten mit Ihnen und Ihrem Kunden zusammen an einer Lösung.



Fazit

Ein gut organisiertes Mahnwesen ist die beste und einzig geratene Maßnahme, wie Sie mit fälligen Rechnungen umgehen sollten. Viele Unternehmen stemmen dieses eigenverantwortlich, idealerweise IT-gestützt, beispielsweise durch den Einsatz einer Credit-Management-Plattform. Durch automatisierte Prozess wird Ihr Forderungsmanagement entlastet, das Forderungsrisiko gesenkt, Ihre Liquidität stabilisiert und das Wachstum gesichert.

Häufig gehört zu einem effizienten und gut organisierten Mahnwesen die rechtzeitige Übergabe eines Vorgangs an ein Inkassounternehmen. Dieses kümmert sich in Ihrem Namen um die Vertretung Ihrer Interessen und weitere juristische Schritte. So wird der zügige Zahlungseingang wahrscheinlicher und das Risiko eines Zahlungsausfalls geringer.